Grundschule Drnau - Gammelshausen

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Aus dem Schulalltag

Unsere Schulgarten-AG

Arbeitsgemeinschaften an der Grundschule Dürnau-Gammelshausen gibt es seit vielen Jahren. Neu ist, dass diese nicht nur von Lehrerinnen, sondern auch von Jugendbegleitern geleitet werden. Im Rahmen der seit September 2014 angelaufenen Ganztagesschule gibt es verschiedene AGs, die von Ehrenamtlichen aus den Gemeinden Dürnau und Gammelshausen angeboten werden. Hier stellen wir die Menschen hinter den Angeboten vor.
Es ist 14.15 Uhr. Zwei Mütter der Schulgarten-AG sperren den Schuppen hinter der Schule auf, holen den Bollerwagen heraus und stellen Gießkannen darauf. Um sie herum beeilen sich einige Schulkinder, schlüpfen in ihre Gummistiefel und helfen dabei, die Gießkannen mit Wasser zu füllen. Los geht es zum Schulgarten, der sich bei den angrenzenden Schrebergärten befindet.
„Ich finde es wichtig, dass Kinder wissen, wo Lebensmittel herkommen und wie eine Tomatenpflanze aussieht“, sagt Corina Bertsch, die bereits im zweiten Jahr die Schulgarten-AG begleitet. Ihre eigenen Kinder finden es toll, wenn sie sich einbringt. Den Spaß am Gärtnern und die Lust, mit den Kindern draußen zu sein, verbindet sie durch ihre Mitarbeit in der AG. Diese Kombination findet Katharina Bitterling gut. Sie will den Kindern das Gärtnern vermitteln. „Die Kinder wollen gleich ernten. Im Schulgarten stellen sie aber schnell fest, dass man davor einsäen, gießen, Unkraut jäten und Geduld mitbringen muss.“
 
Angekommen im Schulgarten wissen die Kinder schon, was zu tun ist. Heute werden Steine versetzt, Rindenmulch verteilt und – wie so oft – Unkraut gezupft. Eine große Kräuterspirale thront in der Mitte des Gartens. Kleine Beete sind in Parzellen rundherum aufgeteilt. Es wachsen Erdbeeren, Zucchini, Tomaten, Gurken, Erbsen und Bohnen, Mais und Radieschen.
Was gepflanzt wird, wurde mit den Kindern zu anfangs gemeinsam überlegt und entschieden, erzählt Corina Bertsch. Viele der Pflanzen wurden in den Klassenzimmern vorgezogen. „Die Kinder wissen es dann zu schätzen, wie lange eine Pflanze braucht, bis man sie ernten kann und wie viel Arbeit in jeder Pflanze steckt“, erklärt sie weiter.
Diese Wertschätzung den Nahrungsmitteln gegenüber und die Achtung vor der Natur wollen sie gemeinsam mit allen Müttern der Schulgarten-AG den Kindern vermitteln.
Die Idee für eine Schulgarten-AG kam von der Initiatorin  und hauptverantwortlichen Mutter, Simone Rast. Sie mobilisierte die Mütter zum Mitmachen. Auf einer Slow-Food-Messe schaute sie sich Beispiele von anderen Schulen an und es entstand der Wunsch, den Kindern in Dürnau und Gammelshausen den Weg der Nahrungsmittel „vom Samen auf den Teller“ ebenfalls zu vermitteln. Dass dies ein langer Weg sein kann, haben die Zweitklässler gerade erlebt. In Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen haben die Mütter der Schulgarten-AG mit ihnen Kartoffeln gepflanzt, die sie als Drittklässler erst ernten werden.
 „Gerade in der Grundschule ist gesunde Ernährung wichtig für Kinder“, sagt Simone Rast. Was Kinder kennengelernt haben, wissen sie zu schätzen. Die Bereitschaft, selbst gezogene Lebensmittel zu probieren, wird auch größer. „Eigene Tomaten probiert man eher, auch wenn man vorher Tomaten nicht mochte.“ Dass Nahrungsmittel eine Wirkung auf den Körper haben - Eintöpfe im Winter wärmen und Obst im Sommer kühlt - lernen die Kinder ganz nebenbei.
Mit der Achtung kommt die Faszination für die Natur. Diese hat Carmen Kuhn bei den AG-Kindern beobachtet. „Die Kinder verlieren Berührungsängste gegenüber Tieren wie Regenwürmern, Ameisen und Schnecken“, schildert sie. Sie findet es eine gute Sache, auch selbst etwas dabei zu lernen. Sie kommt gerne und bringt ihre eigenen Kinder mit. Sie selbst war überrascht, wie sehr sich der Garten entwickelt hat.
Dass der Schulgarten ein Ort für Entspannung, für Rückzug oder zum Kräftemessen sein kann, erleben die Kinder selbst. Manche Kinder legen sich einfach mal gerne auf den Steinhaufen zum Entspannen. „Heutzutage hat nicht mehr jeder einen Gemüsegarten“, stellt Simone Pfizenmaier fest. Sie unterstützt das Schulgarten-AG-Team 14-tägig im Wechsel mit einer anderen Mutter. „Für Kinder ist das eine tolle Sache, weil weniger Leute einen Garten haben“, meint die Mutter eines Zweitklässlers. „Die Kinder bekommen einen Bezug zum Garten und zur Natur“, stellt sie fest.
Dass sich das beispielhafte Engagement der Jugendbegleiter-Eltern über die Schule hinaus lohnt, zeigt das große Lob der Besucher einer Kommission des Regierungspräsidiums, die sich letzte Woche den Schulgarten angeschaut hat. Diese prämiert die besten Schulgarten-Konzepte im Land Baden-Württemberg und diesem Wettbewerb haben sich unsere Schulgärtner gestellt.                                                                                                                                 

 

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Grundschule
Dürnau-Gammelshausen
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